Regionale Produkte mit regionaler Wertschöpfung

hacklWo Kooperationen notwendig und sinnvoll sind, versuchen wir grundsätzlich immer einen Partner in der Region zu finden. So zum Beispiel auch für das Obst für unsere fruchtigen Honigwein-Kreationen. Dieses Mal ist das zum Beispiel der Marillenhof Hackl. Die Maische für den künftigen Marillen-Met wurde mit den modernen Gerätschaften direkt beim Erzeugerbetrieb aufbereitet. Die Weiterverarbeitung findet nun in unserem Betrieb statt. Eng mit regionalen Betrieben zu kooperieren gibt uns auch die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und mehr über die Betriebsweise des Partners zu erfahren. Dadurch haben wir zu unseren landwirtschaftlichen Partnern ein Vertrauensverhältnis, das gerade in der Lebensmittelproduktion unschätzbar wertvoll ist. Und das schmeckt man dann auch!

Hochsaison - Honigernte im Hochsommer

FO1507040016Wir befinden uns aktuell in der Hauptsaison der imkerlichen Arbeit. Die Ernte bei hochsommerlichen Temperaturen um bis zu 37° C verlangt dem Körper einiges ab. Unter der Schutzkleidung ist es nochmal ein paar Grad wärmer und da ist es enorm wichtig, viel zu trinken (Wasser versteht sich!).

Schon in den frühen Morgenstunden wird bei den Bienenständen mit dem Einsammeln der Honigwaben begonnen und etwa zur Mittagszeit kehren wir wieder zurück in den Betrieb. Nach einer verdienten Siesta beginnt dann die Schleuderarbeit, welche bis in den Abend hinein dauert. Und dieser Ablauf wiederholt sich entsprechend viele Tage, bis alle Völker abgeerntet sind. An den Tagen zwischen den Ernteterminen wird der Honig weiterverarbeitet und abgefüllt. Gleichzeitig gilt es natürlich auch die Jungvölker weiterzubetreuen (z.B. Rähmchen erweitern,...). Arbeit wohin das Auge sieht.

Jungvölker füttern

FO1506140010Heute war wieder einmal die Fütterung unserer Jungvölker auf der Tagesordnung. Es ist zwar so, dass in unserer Region derzeit in der Natur viele Pflanzen blühen und die Bienen entsprechend auch Nektar vorfinden, jedoch unterstützen wir das ohnehin kleine Volk doch erheblich, wenn wir zusätzlich Futter zur Verfügung stellen. Wir wollen ja bis zum Herbst kräftige und vitale Völker heranbilden. Bei uns erfolgt das in Form von Bio-Bienenfutter-Sirup. Da es sich um das gleiche Futter handelt, das wir auch im Spätsommer zur Winterfütterung verwenden, kaufen wir gleich eine größere Menge (mehrere Paletten à ca. 700kg) und lagern es bis dahin. Wäre doch schade, wenn aufgrund von Lieferproblemen im August viele Völker (ver-)hungern. Der Laie wundert sich möglicherweise, ob, wie auf dem Foto zu sehen, der Imker den Sirup einfach über die Bienen leert. Dem ist natürlich nicht so. In den Bienenstöcken befinden sich sogenannte Futtertaschen und in diese wird der Sirup mit Gießkanne eingefüllt.

Honigsaison 2015 eröffnet

fo1505190009Der Raps ist inzwischen größtenteils verblüht und bevor die Akazie in Vollblüte steht war es an der Zeit, die erste Ernte in diesem Jahr zu schleudern. Für das ungewöhnlich kalte Frühjahr sind wir mit dem Ertrag einigermaßen zufrieden. Man muss sich ohnehin der Natur fügen und kann höchstens versuchen auf der imkerlichen Seite Fehler zu vermeiden. Gegen Klima und Wetter gibt es (Gott sei Dank) kein Rezept. Nun wird der Honig einige Tage lang geklärt und dann werden wir, bei beginnender Kristallisation, anfangen den Honig zu rühren um schlussendlich die gewohnt angenehm cremige Konsistenz zu erreichen. Dann wird abgefüllt und schon gibt es den ersten 2015er Blütengold Bio-Honig der Sorte Frühtracht mit Raps.

Königinnenzucht für die nächste Saison

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Nur wenige Monate im Jahresverlauf eignen sich für eine erfolgreiche Königinnenzucht. Durch Selektion, vor allem in Richtung Honigleistung, wählt der Imker schon jetzt die "Rennpferde" der nächsten Saison aus. Das erfolgt bei uns in der Praxis durch die Entnahme von Zuchtstoff (ca. 1,5 Tage alte Larven) aus besonders leistungsfähigen Wirtschaftsvölkern. Dafür sind ruhige Hände und gute Augen von größter Notwendigkeit. Nach Umlarven in einen Zuchtrahmen wird dieser in ein weiselloses, starkes Pflegevolk verbracht. Ein paar Tage später haben die Pflegebienen die Larven bereits ordentlich mit Gelée Royale gefüttert und schöne Weiselzellen herum gebaut. Nach ca. 12 Tagen schlüpft die neue Königinnengeneration und wird in neue Ablegervölker oder Begattungskästen übersiedelt. Dort findet in den kommenden Tagen der Hochzeitsflug statt. Wenn alles geklappt hat, beginnen die neuen Königinnen gut 3 Wochen nach dem Umlarven mit der Eilage und gelten somit als vollwertige, begattete Königinnen.