Alle Jahre wieder - die Schwarmzeit

FO1605020005Mal früher, mal später im Jahresverlauf, doch irgendwann kommt sie immer. Die Schwarmzeit. Gegen Ende der Raps-/Obsblüte befinden sich die Bienenvölker in einem explosionsartigen Wachstum. Da kann es schon mal eng werden in den Bienenstöcken. Wenn dann noch dazu ein paar Tage schlechtes oder gar kein Flugwetter herrscht, so ist der Schwarm vorprogrammiert. Trotz sorgfälltiger Kontrolle und entsprechender Maßnahmen zieht natürlich auch bei uns gelegentlich eine Königin mit einem Teil ihres Volkes aus, bevor die neue Herrscherin schlüpft. Und wenn wir Glück haben, kommen wir sogar rechtzeitig und können dem Bienenschwarm ein neues Heim anbieten.

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Schlechtwetterprogramm für Imker

FO1604260005Nun, derzeit holt uns ja beinahe nochmals der Winter ein. Das derzeitig vorherrschende kalt-nasse Wetter ist uns gar nicht recht, denn Raps und Obstbäume stehten in Vollblüte und die Bienen können nicht zu ihren Sammelausflügen aufbrechen. Das wär aber sehr wichtig für den Ernteertrag unseres Frühjahrsblütenhonigs. Gleichzeitig nimmt die Schwarmlust der Völker durch die "Beschäftigungslosigkeit" enorm zu und wir werden in den nächsten Tagen und Wochen alle Hände voll zu tun haben, um ihnen diese Gedanken wieder auszutreiben. 

Doch anstatt zu jammern wird die Zeit für anstehende Arbeiten im Innendienst genutzt. So haben wir zum Beispiel wieder eine größere Charge unseres allseits beliebten Propolis-Lippenbalsams hergestellt. Mittelwände löten und Beuten mit Brandzeichen versehen sind weitere Tätigkeiten, die unter den Titel "Schlechtwetterprogramm" fallen.

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So nicht!!! Spritzmittel in der Blütezeit ist pfui!

so nicht rapsVorweg ein Zitat der Landwirtschaftskammer Österreich: "Sollten trotzdem Maßnahmen in der Blüte notwendig werden, so wird dringend empfohlen, auch bienenungefährliche Produkte nur außerhalb der Bienenflugzeit auszubringen." 

Diese Empfehlung von der eigenen Interessensvertretung ist diesem Großgrundbesitzer allerdings egal. Das Foto stammt vom 15. April und ist bei Schönwetter, 18°C, leichtem Wind um ca. 11.30 Uhr entstanden. Es wird gespritzt, was das Zeug hält. 

Aus partnerschaftlichen Gesprächen mit regionalen Bauern weiß ich, dass die Mehrzahl der Landwirte beim "Pflanzenschutz" durchaus auf Bienen achtet und somit auch im Interesse der Allgemeinheit handelt. Und damit der gute Ruf dieser redlichen Bauern nicht beschmutzt wird, gilt es für mich solch schwarze Schafe wie auf dem Foto dokumentiert zu bekämpfen.

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Partner für Jugendtourismus im Weinviertel

jugendtourismusAnlässlich der neuen Zusammenarbeit im Bereich Jugendtourismus konnten Elisabeth Schiller und Maria Schweinzer vom Weinviertel Tourismus den neuen Blütengold-Bienenerlebnisgarten noch vor der offiziellen Eröffnung besichtigen und erhielten eine spontane Führung durch den modernen Betrieb. Zum Besuch brachten die Weinviertel-Botschafterinnen auch gleich den neuen Katalog mit zahlreichen Nächtigungsbetrieben sowie 60 verschiedenen buchbaren Modulen rund um die Themen Sport, Genussvolles Weinviertel, Tiere, Wandern & Ausflugsziele mit. So können Schul-/Kindergruppen ganz einfach einen interessanten und abwechslungsreichen Ausflug ins Weinviertel planen.
Wir freuen uns sehr über die Möglichkeit, als Modul in der Kategorie Weinviertler Genuss vertreten zu sein. Dadurch können wir zukünftig vielen jungen Besuchern Wissenswertes über das Leben der Biene und die Arbeit eines Imkers weitergeben.
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Sensationell, was unsere Bienen für das Ökosystem leisten!

FO1207080049Honig, Wachs, Pollen und viele andere Produkte werden allgemein als Leistung der Biene wahrgenommen. Doch der volkswirtschaftliche Nutzen der Hongbiene ist weit größer und beinhaltet vor allem auch die Bestäubungsleistung. Es kann angenommen werden, dass der volkswirtschaftliche Wert der Bestäubungsleistung rund das 10-fache der Summe der Bienenprodukte beträgt (Quelle: Mandl & Sukopp; 2011; Bestäubungshandbuch).  Bienen bestäuben Nutzpflanzen von Karotten über Tomaten, Äpfel, Kirschen, Marillen bis hin zum Kürbis. In Europa werden 84 Prozent der 4.000 Gemüsearten und 264 Getreidearten von Bienen bestäubt. Deren Ertrag ist bis zu fünfmal höher als bei den Arten, die ohne Insekten auskommen. (Quelle: BMUB; 2013). Kein Wunder also, dass die Biene das drittwichtigste Nutztier nach Rind und Schwein ist! Verdeutlicht wird diese unglaubliche Leistung der Bienen, wenn man sich die absoluten Zahlen vor Augen führt.
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