Guido Sklenar - ein Weinviertler in den Geschichtsbüchern

FO1211140024Den wenigsten Weinviertlern ist bewusst, dass eine - in Europa - weit verbreitete Bienenart ihren Ursprung in Mistelbach an der Zaya im Weinviertel hat. Der Lehrer und Ökonomierat Guido Sklenar baute sich ab 1890 in Mistelbach einen Bienenstand auf und spezialisierte sich ab 1919 auf die Zucht. Aus seinem „Stamm 47“ entstand die bekannte Carnica Biene Sklenar Stamm 47 (mehrere Linien wie zB 47/P/1, 47/G/10,...). 1923 brachte Guido Sklenar als Autor das Buch "Imkerpraxis" heraus, welches in der Folge immer wieder aktualisiert wurde. Bis heute zählt dieses Werk als eines der bedeutendsten Lehrbücher für den Jungimker.

FO12093000011939 wurde im Mistelbacher Wald die damals größte und modernste Belegstelle des damaligen "Deutschen Reiches" mit dem Namen "Hirschgrund 310" gegründet. Bis heute wird diese Belegstelle betrieben und jährlich von vielen Imkern mit ihren Jungköniginnen zum Zwecke der Begattung besucht.

Im Jahr 1953 stirbt Ök. Rat Guido Sklenar und wird am städtischen Friedhof in Mistelbach unter Anwesenheit einer großen Zahl trauernder Imker zu Grabe getragen.

 

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Oxalsäurebehandlung im Spätherbst

Varoa 1Die Flugtemperaturen sind vorüber und unsere Bienen hängen bereits dicht beieinander in der sogenannten Wintertraube. Hier können sie sich gegenseitig wärmen und die Königin im Inneren der Traube vor den kalten Temperaturen schützen. Nach dem ersten Frost kommt auch der Zeitpunkt, an dem Oxalsäure auf unsere Bienen geträufelt wird. Nach der Ameisensäurebehandlung im Spätsommer sollen mit diesem letzten Schritt möglichst alle restlichen, im Bienenvolk verbliebenen, Varroamilben vernichtet werden.

Varoa 2Ab nun werden unsere Bienen weitgehend auf sich allein gestellt den Winter verbringen. Bis auf wenige, von aussen durchzuführende Kontrollen, gibt es vom Imker keine Störung mehr bis zum Frühling. Wenn der Futtervorrat reicht, die Varroabehandlungen wirksam waren und der Wettergott keinen Blödsinn macht, so werden sich die Bienen im kommenden Jahr zu einem starken Volk entwickeln und wieder ordentlich Honig für uns sammeln.

 

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More than honey - der neue Kinofilm

morethanhoneykinoSoeben von einem interessanten Kinoabend heimgekehrt möchte ich meine Eindrücke von dem neuen Kinofilm "More than honey" wie folgt zusammenfassen. Der Regisseur Markus Imhoof vermittelt mit atemberaubenden Aufnahmen viel Wissen rund um die Biene und ermöglicht uns einen erschreckenden Blick auf die vom Kapitalismus geprägte Bienenwelt der USA. Nicht weniger beängstigend sind die Eindrücke, die man aus Regionen Chinas zu Gesicht bekommt, in denen die Biene bereits ausgerottet wurde und der Mensch nun deren Arbeit zu übernehmen versucht. Herzzerreissend sind die Bilder eines alten Imkers aus den Schweizer Bergen, der ein Bienenvolk aufgrund einer Seuche verliert und dem dieser Verlust sichtlich nahe geht.

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Herstellung von Propoliscremes und -lippenbalsam

FO1210200024Im Herbst sind kaum mehr Arbeiten am Bienenvolk zu verrichten und so hat der Imker nun Zeit, sich anderen Dingen zu widmen. Unter anderem ist das die große Palette an möglichen Produkten aus dem Reich der Bienen wie zum Beispiel der Erzeugnisse im Zusammenhang mit Propolis. Propolis ist ein Harz, das der Imker aus dem Bienenstock gewinnt und in Folge zu - laufend an Bedeutung gewinnenden - Nahrungsergänzungsmitteln sowie Hautpflegeprodukten weiterverarbeitet. Aufgrund der großen Nachfrage ist Propolis für unsere Bio-Imkerei ein wichtiger Bestandteil des Sortiments.

Propolistropfen sind eine Lösung aus (Bio-)Alkohol und reinem Propolis und stellen ein Nahrungsergänzungsmittel dar. Eine detaillierte Erklärung zur möglichen Wirkungsweise finden Sie hier.

Propoliscremes und Propolis-Lippenbalsam erzeugen wir nach dem Rezept "Natur-Pur". Dieses gibt vor, dass neben dem Propolis auch Olivenöl n.A., (Bio-)Wachs und (Bio-)Honig verarbeitet werden. Also ausschließlich Stoffe, die häufig und erfolgreich in der Körperpflege zum Einsatz kommen.

 

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Kerzen gießen mit echtem Bienenwachs

FO1210150043Untrennbar verbunden mit der Imkerei ist natürlich das Kerzengießen. Das im Jahresverlauf angesammelten Bienenwachs wird vom Imker teilweise zur Herstellung der Wabenmittelwände benötigt. Das hochwertigste Wachs (zB Entdeckelungswachs) wird bei uns ausschließlich für die Herstellung von Cremes und Lippenbalsam verwendet. Doch mit einem gewissen Anteil des gewonnenen Wachses produzieren wir in Handarbeit herrlich duftende Bienenwachs-Kerzen für die dunkle Jahreszeit.

FO1210150035Dazu erhitzen wir das bereits gereinigte bzw. geklärte Wachs und gießen es in spezielle Silikonformen. Natürlich nicht ohne vorher einen passenden Docht fixiert zu haben. Nach dem Erkalten werden die Kerzen noch je Typ mit Glitter, Farbe und/oder Glanzlack versehen. Im Shop finden Sie eine Auswahl fertiger Bienenwachskerzen.

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