Das Wandern ist des Imkers Lust

fo1307040046Möchte der Imker hohen Ertrag und möglichst sortenreinen Honig, so bleibt nichts anders übrig, als die Bienen so nahe es geht an die Tracht zu bringen. Besser als auf dem Foto geht es kaum. Die Bienen müssen quasi nur vom Flugbrett fallen und sind schon mitten in einem Meer von Sonnenblumen. Natürlich geht das nicht ganz so einfach wie man vielleicht denkt. Zu allererst muss ein geeigneter Standort gefunden werden und dann mit dem Grundeigner oder Pächter eine Vereinbarung getroffen bzw. Erlaubnis eingeholt werden. Sind diese Schritte getan, so muss bei der zuständigen Gemeinde eine amtliche Wanderkarte abgegeben werden, welche in Niederösterreich vorab beim NÖ Imkerverband beschafft werden muss. Der Imker muss aufpassen, dass weder im Zielgebiet noch am Ursprungsort der Bienen eine Seuchensperre herrscht und selbstverständlich muss auch sichergestellt sein, dass die Wandervölker frei von Seuchen (z.B. Amerikanische Faulbrut) sind. Erst nach all diesen Punkten werden die Bienen in einer Nacht übersiedelt.

Das alles kostet Zeit und auch Geld, weshalb jede Wanderung sehr gründlich geplant werden muss.

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Volksschule Wilfersdorf besucht unsere Imkerei

fo1306270019Heute hatten wir Besuch von einer Klasse der Volksschule Wilfersdorf. Gemeinsam mit den beiden Lehrerinen Frau Eva Ipsmiller und Monika Seiter durften die Kinder eine Exkursion zu unserer Imkerei unternehmen. Anfangs gab es eine kleine Einführung in die verschiedenen Produkte aus der Welt der Bienen. Danach wurde ein kurzer Film über die Arbeit des Imkers am Bienenstock vorgeführt. Gleich anschließend konnten die Schüler ihre Imkertauglichkeit beim Entdeckeln von Honigwaben unter Beweis stellen. Höhepunkt des Besuches war die Verkostung von frisch geschleudertem Honig. Mit einer Kostprobe für das Frühstücksbrot am nächsten Morgen und etwas Lesestoff für die Eltern - Tipps zur Förderung der Honigbienen - ging es dann an den Rückmarsch in die Schule.

Wir hatten viel Spaß und freuen uns auf ein Wiedersehen! Die Fotos von dem Ausflug sind im Fotoalbum zu finden.

Schöne Ferien!

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Qualitätshonig kommt nicht von ungefähr

FO1306090024-2Wir nehmen unseren Qualitätsanspruch sehr ernst und deshalb verlassen wir uns bei der Honigproduktion nicht nur auf die fachmännische Reife-Beurteilung vor Ort am Bienenstand, sondern prüfen den Wassergehalt mittels Refraktometer nach dem Schleudern in der Imkerei. Honig darf per Gesetz nur einen Wassergehalt von maximal 20% aufweisen, je niedriger desto besser. Natürlich sind den erreichbaren Werten auch natürliche Grenzen gesetzt, so werden die meisten guten Honige Werte zwischen 16 und 18% haben.

Routinemäßig schicken wir auch jährlich eine Honigprobe zur Untersuchung in ein Labor. Kommen bei der Überprüfung verschiedener Eigenschaften besonders gute Werte zum Vorschein, so dürfen wir uns wieder über ein Qualitätszertifikat freuen.

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Im Weinviertel blüht die Akazie

robinieNach einer sehr kurzen und leider nicht ergiebigen Rapsblüte hat inzwischen allerorts die Akazie zu blühen begonnen. Übrigens: Streng genommen wird sowohl die Pflanze als auch der beliebte Honig anders bezeichnet. Der korrekte Name wäre "Gewöhnliche Robinie" oder "Scheinrobinie". Es stößt sich jedoch niemand daran und so wird der berühmte Akazienhonig wohl auch weiterhin seine Bezeichnung behalten.

Nun bleibt für uns Imker nur abzuwarten, ob nach der verpatzten Rapstracht (Anm: durch das lange kalte Frühjahr waren die Bienenvölker noch nicht gut genug entwickelt) nun eine vernünftige Akazien-Honigernte eingefahren wird. Das Wetter lässt aktuell ja leider zu wünschen übrig...

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Unsere Bienen fliegen auf Raps...

rapsfeldNach einem besonders langen Winter blüht jetzt endlich mit dem Raps eine der wichtigsten Trachten für unsere Bienen. Während der 3-4 Wochen dauernden Blütezeit "explodieren" die Völker förmlich. Für den Imker beginnt damit auch wieder eine arbeitsintensivere Zeit.

Durch die deutliche Zunahme der Bienenmasse entsteht auch gerne der sogenannte Schwarmdruck. Diesen will der Imker durch verschiedene Maßnahmen aber verhindern, da jeder Schwarm zu Lasten des Honigertrages geht. Die wichtigsten Faktoren sind hierbei das rechtzeitige Erweitern des Raumangebotes für die Brutnester und das Verwenden junger und vitaler Königinnen.

Da die Frühtracht durchaus auch für die Honigernte genutzt wird, muß der Imker nun auch rechtzeitig dafür sorgen, daß die Honigräume auf die Bienenstöcke aufgesetzt werden. Sammeln die Bienen fleißig, so werden vielleicht sogar mehrere Honigräume benötigt.

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