Bienensaison 2017 ist zu Ende

saisonende2017Die letzte Honigwabe ist geschleudert und wir bereiten unsere Bienenvölker schon auf den Winter vor. Füttern und Varroabehandeln, viel mehr können wir zu diesem Zeitpunkt nicht mehr für unsere Bienen tun. Die meisten der Arbeiterinnen werden wir im kommenden Jahr nicht mehr sehen, denn dann ist bereits die nächste Bienengeneration geschlüpft. So mischt sich Freude über eine erfolgreiche Honigernte mit ein bisschen Wehmut. Vor allem aber empfinden wir Dankbarkeit für die tolle Leistung unserer süßen Mitarbeiterinnen.

Trockenheit macht Bauern und Imkern zu schaffen

trockenheitDie Landwirtschaft leidet heuer enorm unter der wochenlangen Hitze- und Trockenperiode. Natürlich trifft das auch die Bienen. Die Imker sitzen mit den Bauern sprichwörtlich im selben Boot. Ein gutes Beispiel dafür sind derzeit die Sonnenblumen. Durch die Trockenheit wachsen die Pflanzen kaum, verdorren schnell und weisen Dürreerscheinungen auf. Abgesehen von der Größe der Pflanze (Anzahl der Blüten) geht auch die Nektarproduktion zurück. Nur bei einer äußerst guten Bodenbeschaffenheit des Feldes gibt es halbwegs gut entwickelte Sonnenblumen. In Zeiten, wo die Saatgutindustrie einigen Sonnenblumenarten die Nektarproduktion weggezüchtet hat, wird es zunehmend schwieriger (Sonnenblumen-)Honig zu produzieren. Dem Imker bleibt dann nur mehr die Hoffnung, dass die Bienen im Flugradius viele weitere Felder oder genug andere Nahrung finden.

Die Erntesaison hat begonnen

ernte 2017Nach einem äußerst warmen Frühlingsbeginn und der folgenden Nachtfrost-Zitterpartie Ende April sind wir nun sehr froh, die erste Ernte aus den Bienenstöcken holen zu können. Der Raps hat heuer auffällig lange geblüht und die Obstbäume in der Region wurden (dank des Einsatztes der Bauern) weitgehend von Frostschäden bewahrt. Daher gibt es wider Erwarten auch heuer einen Blütengold Frühjahrsblütenhonig.

Die Auswahl der reifen Waben (siehe Foto) erfolgt durch den Imkermeister persönlich, direkt vor Ort bei den Bienenstöcken. 

Es ist wieder soweit, die Schwarmzeit beginnt.

szAlle Jahre wieder, ab etwa Mitte April, beginnt in den Bienenvölkern eine explosionsartige Entwicklung. Nach der monatelangen reduzierten oder gänzlich eingestellten Eilage der Königin ist sie nun wieder voll im Geschäft. Täglich schlüpfen unzählige Jungbienen und kommt dann eine Schlechtwetterphase, dann ist in vielen Fällen der Schwarm vorprogrammiert. Es sind viele Faktoren die dann zusammenspielen. Fehlendes Platzangebot (wenn der Imker es verabsäumt hat rechtzeitig Raum zu schaffen), falsches Verhältnis an Ammenbienen und junger Brut, keine Möglichkeit mit ihrem Wachs Waben zu bauen, usw. 

Am Bild eine sogenannte Schwarmzelle, in der eine junge Königin heranreift. Kurz bevor sie schlüpft, zieht die alte Königin dann mit einem Teil des Volkes aus dem Bienenstock aus und es kommt zum Bienenschwarm.

Imkermeister zu Gast in der Neuen Mittelschule Mistelbach

mittelschuleAuf Einladung von Herrn OLNMS Körbel durfte ich am 31.03.2017 die Klasse 2A der Neuen Niederösterreichischen Mittelschule Mistelbach II im Biologie-Unterricht besuchen und eine Stunde lang über das Leben der Biene und den Beruf des Imkers erzählen. Die Mädchen und Burschen waren sehr aufmerksam und interessiert. Die Kinder haben viele gute Fragen gestellt und die mitgebrachten Utensilien (Waben, Werkzeuge, Imkeranzug) bestaunt. Highlight war dann natürlich am Schluss die als Überraschung mitgebrachte Kostprobe Bio-Honig zum Mitnehmen für das nächste Frühstück zu Hause.