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Am 9. September 2025 referierte Imkermeister Franz Obendorfer im Rahmen des monatlichen Vereinsabends des NÖIV Ortsgruppe Laa an der Thaya im Gasthaus Olschnegger in Ungerndorf über die Herausforderungen am aktuellen Honigmarkt.
Zu dem Vortragsabend hatte Obmann Peter Überall eingeladen. Er berichtete im Anschluss über die Veranstaltung: „Er ist mit uns Imkern diesem Thema auf den Grund gegangen, denn um die verunsicherten Honigkunden wieder für unsere Produkte zu begeistern, ist viel Aufklärung notwendig“.
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Mitte Juli bis Mitte August waren wir heuer wieder als Bestäubungs-Imker im Einsatz. Wir hatten nahe Hohenau an der March einen Auftrag zur Bestäubung von Sonnenblumen.
Dieser Zweig der Bienenwirtschaft macht zur Zeit (noch) einen geringen Anteil unserer Arbeit aus, weil in Österreich rund 2,7 Bienenvölker pro Hektar bestäubungsbedürftiger landwirtschaftlicher Nutzfläche gehalten werden. Mit dieser Bestäuberdichte ist die optimale Pflanzenbestäubung an vielen Orten gesichert. Der Durchschnittswert gilt aber natürlich nicht immer und überall. So können regional mangels ausreichender Bienenvölker Lücken entstehen oder bestimmte Kulturen eine intensivere Bestäubungsleistung erfordern. Ein Beispiel ist die Saatgutvermehrung. Und genau dafür waren unsere Bienenvölker erfolgreich im Einsatz.
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Die Honig-Saison 2025 geht mit der Sonnenblumen-Blüte dem Ende entgegen und mit Ihr das landwirtschaftliche Pflichtpraktikum unserer beiden Tiroler Benjamin und Matteo.
Die beiden sind Schüler der HBLFA Tirol in der Fachrichtung Lebensmittel- und Biotechnologie und müssen zwischen dem 4. und 5. Jahrgang eine Fremdpraxis ableisten. Absolventen der Schule sind gefragte Fachkräfte in der Lebensmittelwirtschaft und -analytik, sowohl in bäuerlichen wie gewerblichen Unternehmen.
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Von unserem neuen Hilfsmittel mit dem klingenden Namen Varroacontroller erhoffen wir uns eine noch bessere Verbindung von möglichst naturnaher und doch erwerbsorientierter Imkerei.
Als biologisch zertifizierter Betrieb arbeiten wir schon seit 2012 ausschließlich mit organischen Säuren oder mechanischen Methoden um die Varroamilbe zu bekämpfen. Etwa gleich lange gibt es bereits unser neues - in Österreich entwickeltes - Gerät. Wir können also davon ausgehen, dass sämtliche Kinderkrankheiten inzwischen behoben wurden. Einige Monate haben wir getüftelt, um unsere Betriebsweise optimal auf den auf Hyperthermie basierenden Apparat anzupassen. Das Prinzip des Varroa Controllers beruht auf der Tatsache, dass die Varroa-Milbe weniger Wärme erträgt als die Bienenpuppe. Die Bruträhmchen werden also entnommen und im Varroa Controller für eine bestimmte Zeit der richtigen Temperatur ausgesetzt. Bei dieser Wärmebehandlung stirbt die Milbe.
Nun haben wir die ersten Behandlungen erfolgreich abgeschlossen und das, obwohl wir heuer noch Honig ernten werden. Kein Problem, da wir ja keinerlei Medikamente oder andere chemische Präparate anwenden, sondern ausschließlich Wärme. Toll! Gut für die Bienen, gut für den Imker und selbstverständlich auch gut für die Qualität.


