Jedes Jahr aufs neue, meistens Ende Jänner, blicken ImkerInnen zunehmend sehnsüchtig dem "Erwachen" der Bienen im Frühling entgegen. Und häufig mischt sich zur Vorfreude auch ein mulmiges Gefühl. Denn selbst die besten ImkerInnen mussten in ihrer Vergangenheit auch schon einmal größere Völkerverluste beklagen. Ein alter Spruch besagt, dass der Fehler bei Bienen meistens hinter dem Bienenstock steht. In den meisten Fällen trifft das wohl auch bei Überwinterungsausfällen zu. So könnte man meinen, dass man bei sorgfältiger und verantwortungsbewusster Arbeit im Herbst doch gelassen dem Frühjahr entgegenblicken könnte. Nun, im Grunde trifft das sicher zu, aber fairer Weise muss gesagt werden, dass nicht alle Risiken, die zum Ausfall eines Bienenvolkes führen können, von uns Menschen eliminiert werden können. Von Sturmschäden über Spechtlöcher im Bienenstock gibt es eine Menge möglicher böser Überraschungen am Bienenstand. So bleibt eben auch nach vielen Jahren Erfahrung und dem Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten immer ein gewisses Maß an Sorge. Und deshalb fahren wir alljährlich auch im Winter unsere Kontrollrunden und schauen ob alles in Ordnung ist. Heuer haben wir - neugierig wie wir sind - auch mit einer IR-Wärmebildkamera einen Blick ins Innere der Bienenstöcke geworfen. Auch wenn wir die Bienen auf diese Weise nicht direkt gesehen haben, wissen wir dennoch: "Sie sind da und leben!" ♥
Das "große" Zittern zum Jahresbeginn
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