Nützliches Wissen über Bienen und Honig
Honig besteht überwiegend aus verschiedenen Zuckerarten und Wasser. Daneben enthält er zahlreiche weitere Bestandteile in deutlich geringeren Mengen. Seine genaue Zusammensetzung unterscheidet sich je nach botanischer Herkunft, Standort, Witterung und Honigsorte.
Aus was besteht Honig?
Den größten Anteil bilden die Zuckerarten Fruktose und Glukose. Hinzu kommen Wasser sowie kleinere Mengen weiterer Zucker, organischer Säuren, Enzyme, Aminosäuren, Mineralstoffe, Aroma- und Pflanzenbestandteile sowie Pollen.
Gerade das Verhältnis der verschiedenen Zuckerarten beeinflusst unter anderem Geschmack, Süße und die Geschwindigkeit, mit der ein Honig kristallisiert.
Wie viel Zucker hat Honig?
Honig besteht typischerweise zu ungefähr vier Fünfteln aus verschiedenen Zuckerarten. Dabei handelt es sich überwiegend um Fruktose und Glukose. Der genaue Anteil ist von Honig zu Honig unterschiedlich.
Dass Honig ein Naturprodukt ist, ändert somit nichts daran, dass er ernährungsphysiologisch ein zuckerreiches Lebensmittel ist und entsprechend genossen werden sollte.
Woher kommt der Zucker im Honig?
Die Zucker im Honig stammen nicht aus einer nachträglichen Zugabe von Haushaltszucker. Bei Blütenhonig bringen die Bienen sie mit dem gesammelten Nektar in den Stock. Bei Honigtauhonig stammt der Ausgangsstoff aus zuckerhaltigem Honigtau auf Pflanzen.
Die Bienen verändern den gesammelten Rohstoff enzymatisch und entziehen ihm Wasser, bis daraus reifer Honig entsteht.
Welche Inhaltsstoffe hat Honig außer Zucker?
Neben Zucker und Wasser enthält Honig zahlreiche Stoffe in kleinen Konzentrationen. Dazu gehören unter anderem organische Säuren, Enzyme, Aminosäuren, Mineralstoffe, Duft- und Aromastoffe sowie pflanzliche Bestandteile.
Welche und wie viele dieser Stoffe enthalten sind, hängt stark von der jeweiligen Honigsorte ab.
Hat Honig Vitamine?
Honig besteht hauptsächlich aus verschiedenen Zuckerarten und Wasser. Er sollte daher nicht als Vitaminquelle betrachtet oder beworben werden. Seine charakteristischen Eigenschaften entstehen vielmehr aus seiner natürlichen Zusammensetzung und seiner jeweiligen botanischen Herkunft.
Ist fester Honig anders zusammengesetzt als flüssiger Honig?
Die feste oder flüssige Konsistenz sagt grundsätzlich nichts darüber aus, ob ein Honig hochwertiger oder „gesünder“ ist. Beim Kristallisieren verändert sich vor allem die physikalische Struktur: Ein Teil der Glukose bildet Kristalle. Die natürliche Kristallisation gehört bei vielen Honigen zum normalen Verhalten des Produkts.
Mehr als 60.000 Arbeiterinnen leben in einem Bienenvolk im Sommer. Sie erledigen ihre verschiedenen Aufgaben jeweils mit einem genetisch vorgegebenen Alter. Perfekt aufeinander abgestimmt, füttern sie die jungen Larven, putzen sie , bauen sie frische Waben, sammeln Nektar und Pollen und bewachen den Eingang ihres Bienenstockes. Nur durch das perfekte Zusammenspiel der Arbeiterbienen funktioniert der Superorganismus "Bien".
Honig ist bei richtiger Lagerung außergewöhnlich lange haltbar. Dennoch ist die häufig gehörte Aussage, Honig könne grundsätzlich niemals verderben, zu pauschal. Entscheidend sind insbesondere Wassergehalt, Lagerbedingungen und ein sauberer Umgang mit dem geöffneten Glas.
Wie lange ist Honig haltbar?
Qualitativ einwandfreier Honig kann bei richtiger Lagerung viele Jahre genießbar bleiben. Sein hoher Zuckergehalt und sein vergleichsweise geringer Wassergehalt schaffen Bedingungen, unter denen sich viele Mikroorganismen nur schwer vermehren können.
Das auf dem Glas angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet nicht, dass der Honig unmittelbar danach verdorben ist.
Kann Honig schlecht werden?
Ja, auch Honig kann verderben. Besonders problematisch wird es, wenn sein Wassergehalt zu hoch ist oder er während der Lagerung Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnimmt. Dann können natürlich vorkommende Hefen aktiv werden und eine Gärung beginnen.
Vergorener Honig kann beispielsweise säuerlich oder alkoholisch riechen beziehungsweise schmecken, Gas bilden oder schäumen.
Wie lange ist Honig nach dem Öffnen haltbar?
Auch ein geöffnetes Honigglas kann sehr lange haltbar sein. Wichtig ist, das Glas nach der Verwendung wieder gut zu verschließen und nur mit sauberem, trockenem Besteck hineinzugreifen.
Honig ist hygroskopisch. Das bedeutet, dass er Feuchtigkeit aus seiner Umgebung aufnehmen kann. Deshalb sollte ein Glas nicht längere Zeit offen stehen.
Muss Honig in den Kühlschrank?
Nein. Honig muss normalerweise nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Eine kühle, trockene und dunkle Lagerung ist sinnvoll, Kühlschranktemperaturen fördern jedoch bei vielen Honigsorten die Kristallisation.
Außerdem sollte Honig nicht dauerhaft großer Wärme oder direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.
Hat Honig ein Verfallsdatum?
Auf Honig befindet sich ein Mindesthaltbarkeitsdatum und kein klassisches „Verfallsdatum“. Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt an, bis zu welchem Zeitpunkt der Hersteller bei sachgemäßer Lagerung die charakteristischen Eigenschaften des ungeöffneten Produkts gewährleistet.
Ein Überschreiten dieses Datums bedeutet nicht automatisch, dass der Honig entsorgt werden muss. Aussehen, Geruch und Geschmack liefern zusätzliche Hinweise auf seinen Zustand.
Kann Honig schimmeln?
Bei normalem, reifem Honig ist Schimmel aufgrund des hohen Zuckergehalts und des geringen Wassergehalts ungewöhnlich. Gelangt jedoch größere Mengen Feuchtigkeit oder verunreinigtes Material in das Glas, können sich die Bedingungen verändern.
Ist kristallisierter Honig schlecht geworden?
Nein. Kristallisation ist bei Honig ein natürlicher Vorgang und kein Zeichen für Verderb. Viele hochwertige Honige werden mit der Zeit fest oder cremig. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag über die Kristallisation von Honig.
Eine Bienenwabe gehört zu den bekanntesten Strukturen der Natur. Tausende nahezu gleichmäßige, sechseckige Zellen bilden eine leichte und zugleich stabile Konstruktion. Die Bienen verwenden diese Zellen für Honig, Pollen und zur Aufzucht ihres Nachwuchses.
Wie bauen Bienen Waben?
Honigbienen erzeugen das benötigte Wachs selbst. Arbeiterinnen besitzen auf der Unterseite ihres Hinterleibs Wachsdrüsen, aus denen winzige Wachsplättchen austreten. Diese werden mit den Mundwerkzeugen aufgenommen, bearbeitet und Stück für Stück zu neuen Wabenzellen verbaut.
Warum sind Bienenwaben sechseckig?
Die sechseckige Struktur ermöglicht es, eine Fläche vollständig mit gleich großen Zellen zu füllen, ohne Zwischenräume zu hinterlassen. Gleichzeitig entsteht eine stabile Konstruktion mit vergleichsweise geringem Materialeinsatz.
Wie viele Ecken hat eine Bienenwabe?
Eine einzelne typische Wabenzelle besitzt sechs Ecken. Deshalb spricht man von einer hexagonalen beziehungsweise sechseckigen Zellstruktur.
Woraus bestehen Bienenwaben?
Die Grundsubstanz der Waben ist Bienenwachs. Frisch erzeugtes Wachs ist zunächst sehr hell. Durch die Nutzung der Waben, eingelagerten Pollen, Propolis und die Aufzucht von Brut werden ältere Waben mit der Zeit dunkler.
Wofür verwenden Bienen ihre Waben?
Die Wabe ist gewissermaßen Lagerraum, Kinderstube und zentraler Bestandteil des Bienenstocks zugleich. In den Zellen werden Honig und Pollen gespeichert. Andere Bereiche dienen der Königin zur Eiablage und damit der Aufzucht neuer Arbeiterinnen und Drohnen.
Kann man eine Honigwabe essen?
Bei Wabenhonig wird der Honig gemeinsam mit seiner Wabe angeboten. Das Bienenwachs kann dabei mitgekaut werden. Wabenhonig finden Sie – abhängig von der jeweiligen Ernte und Verfügbarkeit – auch in unserem Onlineshop.
Mit dem Kauf von 1 kg Honig vom heimischen Imker sichern Sie die Bestäubung von 5 bis 7 Millionen Blüten, denn so viele Blüten werden dafür von den Honigbienen besucht. Eine Sammelbiene fliegt täglich zu etwa 100 Blüten und das rund 40 Mal am Tag. Das sind satte 4.000 Blüten, die eine einzelne Honigbiene an einem Flugtag im Sommer bestäubt. Neben einem besonderen Geschmackserlebnis ist das doch ein toller Bonus für die Natur, oder?
Honig kann man im Labor auf seine Qualität untersuchen. Es gibt aber auch einige Möglichkeiten, gewisse Eigenschaften mit freiem Auge zu beurteilen. Wenn Honig nicht in einem dünnflüssigen Strahl, sondern wie auf dem Foto dargestellt in ein Gefäß läuft, dann nennt das der Imker auch "blättern". Und das ist ein sehr gutes Zeichen. Denn dann hat der Honig einen geringen Wassergehalt und das ist ein wesentliches Qualitätskriterium.


