Nützliches Wissen über Bienen und Honig
Honig ist nicht gleich Honig. Je nach Herkunft des Nektars bzw. der Sammelquelle der Bienen unterscheidet man hauptsächlich zwischen Blütenhonig und Honigtauhonig. Beide Honigarten sind Naturprodukte, unterscheiden sich jedoch deutlich in Geschmack, Farbe, Zusammensetzung und Verwendung.
Honigtauhonig (oft auch Waldhonig genannt) stammt nicht aus Blüten, sondern aus dem sogenannten Honigtau. Dieser entsteht, wenn bestimmte Insekten (z. B. Blattläuse) Pflanzensäfte aus Bäumen aufnehmen und als zuckerhaltige Ausscheidung hinterlassen. Die Bienen sammeln diesen Honigtau und machen daraus Honig.
Pollen, auch Blütenstaub genannt, sind feine Körnchen, die von Pflanzen zur Fortpflanzung gebildet werden. Sie sind unverzichtbar für die Bestäubung und damit für die Entstehung vieler Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse und Nüsse. Bienen sammeln Pollen als wichtige Eiweißquelle und sichern so die Vielfalt unserer Lebensmittel.
Für den Menschen wird Blütenpollen als Nahrungsergänzungsmittel geschätzt. Auch in naturbelassenem Honig ist er zu finden! Er enthält wertvolle Nährstoffe wie Proteine, Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien und wird häufig als Nahrungsergänzung verwendet. Gleichzeitig können bestimmte Pollen Pollenallergien auslösen. Trotz ihrer winzigen Größe sind Pollen essenziell für Gesundheit, Ernährung und ein funktionierendes Ökosystem.
Insektenhotels sind vielmehr ein wertvoller Beitrag für Wildbienen, Grabwespen und andere nützliche Insekten, die keinen Imker haben, der sich um sie kümmert.
Gerade Wildbienen sind unverzichtbar für die Bestäubung vieler Pflanzen und oft hoch spezialisiert. Ein gut gebautes Insektenhotel mit sauberen, glatten Röhrchen aus Schilf oder Hartholz kann ihnen sichere Nistplätze bieten, besonders in aufgeräumten Gärten. Wichtig: Qualität vor Deko. Schlechte Materialien oder ausgefranste Bohrlöcher schaden mehr, als sie nützen.
Insektenhotels ersetzen keine blühende Landschaft, aber sie sind ein schönes Zeichen von Aufmerksamkeit. Wer sie mit heimischen Pflanzen kombiniert, hilft der Insektenwelt
Honig ist nicht gleich Honig – seine Vielfalt entsteht durch die Pflanzen, die die Bienen anfliegen. Jede Blüte liefert einen einzigartigen Nektar mit eigener Farbe, Süße und Aromatik. Ein wichtiger Faktor dabei ist die Blütenstetigkeit: Bienen bleiben während eines Sammelflugs meist einer Pflanzenart treu. Dadurch entsteht sortenreiner Honig wie etwa Linden-, Raps- oder Sonnenblumenhonig. Auch Boden, Klima und Erntezeit beeinflussen den Charakter. So erzählt jede Honigsorte eine kleine Geschichte ihrer Herkunft – direkt aus der Natur.
Bienengift ist ein wertvolles Naturprodukt mit medizinischem Potenzial. Es wird von Honigbienen zur Verteidigung eingesetzt und enthält Wirkstoffe wie Melittin, die entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken können.
In der Apitherapie findet es Anwendung bei rheumatischen Beschwerden oder zur Stärkung des Immunsystems. Beim Umgang ist Vorsicht geboten, da Bienengift allergische Reaktionen bis zum anaphylaktischen Schock (lebensbedrohlich!) auslösen kann. Richtig dosiert und bei entsprechender Verträglichkeit ist es jedoch ein faszinierendes Beispiel für die Heilkraft der Natur.
Tatsächlich ist Honig aus österreichischer Produktion grundsätzlich immer per se Rohhonig, denn in der Honigverordnung ist klar festgelegt, dass
- dem Honig weder Pollen noch andere honigeigene Bestandteile entzogen werden darf,
- dem Honig darf nichts anderes als Honig beigegeben werden darf,
- der Honig nicht so stark erhitzt worden sein darf, dass die natürlichen Enzyme vernichtet oder in erheblicher Weise inaktiviert wurden.
Da der Begriff Rohhonig in der EU eigentlich gar nicht zugelassen ist und die beschriebenen Eigenschaften sowieso aufgrund gesetzlicher Regelungen selbstverständlich sind, sprechen wir genau genommen von "irreführender Werbung".


