Honig kann aus unterschiedlichen Sammelquellen entstehen. Die wichtigste Unterscheidung ist jene zwischen Blütenhonig und Honigtauhonig. Während die Bienen für Blütenhonig Nektar aus Blüten sammeln, stammt der Ausgangsstoff für Honigtauhonig hauptsächlich von zuckerhaltigen Absonderungen auf lebenden Pflanzenteilen. Daraus ergeben sich Unterschiede bei Farbe, Geschmack und Zusammensetzung.
Was ist Blütenhonig?
Blütenhonig, auch Nektarhonig genannt, ist Honig, der aus dem Nektar von Pflanzen entsteht. Honigbienen sammeln den Nektar aus Blüten, transportieren ihn in den Bienenstock und verarbeiten ihn dort weiter. Dabei wird ihm Wasser entzogen und er wird mit bieneneigenen Stoffen angereichert, bis schließlich reifer Honig entsteht.
Je nachdem, welche Pflanzen von den Bienen besucht werden, können sehr unterschiedliche Blütenhonige entstehen. Beispiele sind Akazien-, Linden-, Raps-, Sonnenblumen- oder Buchweizenhonig. Werden viele unterschiedliche Blüten genutzt, spricht man häufig von einer Blütenmischtracht.
Ist Blütenhonig von Bienen?
Ja. Blütenhonig wird von Honigbienen erzeugt. Der Begriff „Blütenhonig“ beschreibt lediglich, woher der von den Bienen gesammelte Ausgangsstoff stammt: nämlich aus dem Nektar von Blüten.
Auch Waldhonig, Honigtauhonig und andere Honigarten werden von Bienen erzeugt. Sie unterscheiden sich vor allem durch ihre Sammelquelle.
Was ist der Unterschied zwischen Blütenhonig und Bienenhonig?
Genau genommen ist Blütenhonig ebenfalls Bienenhonig. „Bienenhonig“ ist keine eigene Honigsorte und in Österreich auch keine vorgesehene Verkehrsbezeichnung für eine bestimmte Honigart. Honig stammt definitionsgemäß von Honigbienen.
Der fachlich relevante Gegenbegriff zu Blütenhonig ist daher nicht „Bienenhonig“, sondern Honigtauhonig.
Was ist Honigtauhonig?
Honigtauhonig entsteht überwiegend nicht aus Blütennektar, sondern aus sogenanntem Honigtau. Dabei handelt es sich um zuckerhaltige Flüssigkeit, die sich auf lebenden Pflanzenteilen befindet. Häufig sind daran pflanzensaugende Insekten wie Blattläuse beteiligt. Die Bienen sammeln den Honigtau und verarbeiten ihn ebenso wie Nektar im Bienenstock zu Honig.
Ist Honigtauhonig dasselbe wie Waldhonig?
Waldhonig ist in Österreich eine gebräuchliche Bezeichnung für Honigtauhonig, wenn der Honigtau hauptsächlich von Pflanzen aus Wäldern stammt. Honigtauhonig ist somit der übergeordnete fachliche Begriff.
Was ist der Unterschied zwischen Blütenhonig und Waldhonig?
Der wichtigste Unterschied liegt in der Herkunft. Blütenhonig entsteht aus Nektar, Wald- beziehungsweise Honigtauhonig überwiegend aus Honigtau. Dadurch unterscheiden sie sich meist auch deutlich im Geschmack und in der Farbe. Blütenhonige können von sehr hell bis dunkel reichen und sind häufig stärker von blumigen Aromen geprägt. Wald- und Honigtauhonige sind meist dunkler und schmecken häufig kräftiger und würziger.
Was ist besser: Waldhonig oder Blütenhonig?
Das ist vor allem eine Frage des persönlichen Geschmacks. Beide sind echter Honig, unterscheiden sich jedoch in ihrer botanischen Herkunft und damit auch in Aroma, Farbe und Zusammensetzung. Wer milden oder blumigen Honig bevorzugt, greift häufig zu Blütenhonig. Liebhaber kräftiger und würziger Aromen bevorzugen oft Wald- oder Honigtauhonig.
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