Bienengift ist ein von Honigbienen produziertes Sekret, das in erster Linie der Verteidigung dient. Gelangt es bei einem Stich in die Haut, verursacht es meist Schmerzen, Rötung und Schwellung. Bei empfindlichen Personen kann es jedoch auch eine schwere allergische Reaktion auslösen.
Was ist Bienengift?
Bienengift ist ein komplexes Gemisch verschiedener biologisch aktiver Bestandteile. Zu den bekanntesten gehört das Peptid Melittin. Produziert wird das Gift im Giftapparat weiblicher Honigbienen.
Wofür ist Bienengift bei der Biene da?
Seine natürliche Funktion ist die Verteidigung des Bienenvolkes. Arbeiterinnen können ihren Stachel einsetzen, wenn sie eine Bedrohung für sich oder den Bienenstock wahrnehmen.
Was macht Bienengift im Körper?
An der Einstichstelle löst Bienengift normalerweise eine lokale Reaktion mit Schmerz, Rötung und Schwellung aus. Wie stark die Reaktion ausfällt, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch.
Bei einer Allergie gegen Insektengift kann bereits ein einzelner Stich eine schwere Reaktion bis hin zur Anaphylaxie auslösen.
Was ist bei einem Bienenstich zu tun?
Ist der Stachel noch vorhanden, sollte er möglichst rasch entfernt und die Einstichstelle anschließend gekühlt werden. Treten zusätzlich Symptome wie Atemnot, starke Schwellungen außerhalb der Einstichstelle, Kreislaufprobleme oder Bewusstseinsstörungen auf, handelt es sich um einen medizinischen Notfall. In Österreich ist dann sofort der Notruf 144 zu verständigen.
Wie wird Bienengift gewonnen?
Für wissenschaftliche oder spezielle gewerbliche Anwendungen kann Bienengift mit dafür entwickelten Sammelgeräten gewonnen werden. Dabei geben Bienen Gift auf eine Sammelfläche ab, ohne dass das Gift wie bei einem normalen Stich in menschliches Gewebe gelangt. Nach der Trocknung kann es von der Oberfläche gewonnen und weiterverarbeitet werden.
Was ist Apitherapie?
Unter Apitherapie versteht man verschiedene Anwendungen von Bienenprodukten wie Honig, Propolis, Wachs, Gelée Royale oder auch Bienengift. Einige dieser Anwendungen werden wissenschaftlich untersucht, andere stammen vor allem aus traditionellen oder komplementärmedizinischen Ansätzen.
Bienengift sollte aufgrund des Allergierisikos nicht zur Selbstbehandlung eingesetzt werden. Aussagen über die Behandlung konkreter Erkrankungen gehören in medizinische Hände.


